Newroz zum Knast – Freiheit für alle Gefangenen!

Der Frülingsbeginn ist in vielen Regionen und Kulturen eine besondere  Zeit. Überall kommen die Menschen zusammen, um das Ende des Winters zu feiern, die Funken in unseren Herzen, die uns durch die dunkle Zeit gebracht haben, wieder zu entfachen und mit neuer Kraft die vor uns liegenden Kämpfe anzugehen. Ob bei der Tradition der slawischen Osterfeuer in Brandenburg oder Newroz in Kurdistan. 
Dieses Jahr vermissen wir dabei unseren Genossen Nanuk und den kurdischen Freund Mehmet Karaca, welche vom Staat in der JVA Moabit gefangengehalten werden; Beide wegen dem Paragrafen 129, beide, weil sie der Ungerechtigkeit der Welt nicht einfach so tatenlos zusehen wollen. 

Mehmet Karaca wurde am 21. Noveber 2024 festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, für  die PKK in Stuttgart und Berlin leitend tätig gewesen zu sein. Eine konkrete Anklage gibt es noch nicht. Seine Haftbedingungen sind schlecht, er ist ziemlich isoliert, ich darf ihn nur mit Trennscheibe sprechen, andere Besucher*innen auch. Die Zeitschrift  Yeni Özgür Politika YÖP bekommt er nicht, alles dauert ewig im Knast.  Über seinen Anwalt lässt er uns schön grüßen und vor allem Grüße auch an Nanuk!

Das nicht zustellen von Briefen, das Verweigern von Zeitschriften, die Schikane durchs LKA bei besuchen und die Isolation sowohl im Knast als auch nach außen ist eine der viele Strategien, mit der die Justitz versucht, Gefangene gefügig zu machen. 
Auch bei Nanuk scheint das die Strategie zu sein. Es ist an uns allen dafür zu sorgen, dass diese Strategie scheitert. Sowohl im konkreten mit Briefen, Postkraten oder eben solchen Kundgebungen, als auch im politischen – wir dürfen uns in unseren Kämpfen nicht spalten lassen. Allzuoft vergessen wir die kurdischen und anderen internationlen Gefangenen, welche seit jahrzenten ein Großteil der Politischen Gefangen in Deutschland  darstellen. Allzuoft verstehen wir Antifaschismus nur als Kampf gegen die deutschen Faschisten und vergessen, dass auch z.B. die PKK eine Antifaschistische Organisation ist. 
Und nur, weil Mehmet Karaca nicht vorgeworfen wird, eine Organisation, die gegen ostdeutsche Neonazis handfest vorgeht zu unterstützen, und Nanuk nicht vorgeworfen wird, Aktivitäten in Solidarität mit der kurdischen Freiheitsbewegung hauptamtlich durchgeführt zu haben, so sind sie doch Teil vom gleichen antifaschistischen internationalistschen  Kampf und dementsprechend verdienen haben sie und alle anderen auch unsere volle Solidarität.
Gegen die Isolation!
Hoch die Internationale Solidarität. 
Freiheit für Alle Gefangenen
Soligruppe Nanuk